Der Pfändungsbeamte berechnet das Existenzminimum der zu pfändenden Person und veranlasst, dass derjenige Betrag, der dieses Existenzminimum übersteigt (=die pfändbare Quote), vom Arbeitgeber direkt ans Betreibungsamt überwiesen wird.
Für nähere Auskünfte wenden Sie sich an das für Sie zuständige Betreibungsamt, die Sie über die Betreibungspraxis in Ihrem Kanton, in Ihrem Bezirk orientieren können.
Im betreibungsrechtlichen Existenzminimum sind die Steuern nicht enthalten. Bei einer länger dauernden Lohnpfändung lassen sich deshalb in der Regel neue Steuerschulden nicht verhindern.
Die Schuldenberatung Schweiz begrüsst es sehr, wenn die nachweisbar bezahlten monatlichen Akontozahlungen im Einzelfall angerechnet werden. Dies kommt in einzelnen Kantonen oder bei einzelnen Betreibungsämtern vor.
Jede einzelne Pfändung kann bis zu einem Jahr dauern.
Weitere Gläubiger, die das Fortsetzungsbegehren innerhalb von 30 Tagen nach dem Vollzug der vorangegangenen Pfändung stellen, nehmen an der gleichen Pfändung teil. Die Pfändung wird jeweils so weit ergänzt, als dies zur Deckung sämtlicher Forderungen einer solchen Gläubigergruppe notwendig ist.
Gläubiger, die das Fortsetzungsbegehren erst nach Ablauf der 30-tägigen Frist stellen, bilden in der gleichen Weise weitere Gruppen mit gesonderter Pfändung.
Die Grundversicherungsprämien der Krankenkassen und deren Kostenbeteiligungsforderungen sind im Pfändungsverfahren privilegiert. Die Krankenkassen bekommen innerhalb einer Pfändungsgruppe das gepfändete Geld als erste Gläubiger.
Für den offenen Restbetrag erhalten die Gläubiger vom Betreibungsamt einen Verlustschein.
Die Gebühren trägt der Schuldner, und wenn gar nichts zu holen war, der Gläubiger. Zu den Gebühren: http://www.admin.ch/ch/d/sr/281_35/a20.html
Der Pfändungsbeamte kann auch eine „stille Lohnpfändung“, einen Pfändungsaufschub gemäss Art. 123 SchKG http://www.admin.ch/ch/d/sr/281_1/a123.html akzeptieren, bei der Sie den Betrag selbst überweisen und somit der Arbeitgeber nichts erfährt.
Musterbrief stille Pfändung, Gesuch um Zustimmung des Gläubigers
Halten Sie unbedingt die Termine mit dem Betreibungsamt ein.
Achten Sie auf Ihre Informationspflichten, auf Ihre Rechte und Spielräume im Betreibungsverfahren.
Was kann ich tun, wenn ich eine Betreibung erhalte

