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Inkassobüro
Bild: Renato Taboas Hidalgo

Schuldensanierung

Die Schuldensanierung ist die Befreiung von allen Schulden. Sie wird auch Schuldenbereinigung oder Entschuldung genannt.

Eine Entschuldung ist dann erreicht, wenn alle Gläubiger einer Lösung zugestimmt haben, diese Lösung durchgeführt worden ist und gleichzeitig keine neuen Schulden entstanden sind.
Eine Entschuldung setzt ein genügendes Einkommen voraus - und die Einhaltung des Budgets in Bezug auf alle laufenden Verpflichtungen.

Bei einer Sanierung werden die Gläubiger von einem realistischen Zahlungsplan und/ oder (Teil-) Erlassvorschlag überzeugt, aufgrund der Budget- und Schuldenaufstellung und der Situationsbeschreibung.
Der Zahlungsvorschlag hängt von der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit ab.

  • Wie hoch und gesichert ist das Einkommen in den nächsten Jahren?
  • Wie stabil ist die berufliche, familiäre, wohnliche Situation?
  • Was ist die Höhe der laufenden Ausgaben, gibt es Sparpotential oder verteuert sich das Leben aufgrund familiärer Pflichten?
  • Wie hoch ist die Differenz zwischen Einkommen und laufenden Ausgaben gemäss Sanierungsbudget?
  • Wie hoch sind die Schulden, gibt es dringliche und privilegierte Schulden?
  • Welche Sanierungsdauer ist realistisch, kann voraussichtlich durchgehalten werden, sind drei Jahre machbar?

Die Sanierungszeit wird aufgrund der Einschätzung des Durchhaltevermögens festgelegt und beträgt in der Regel nicht mehr wie drei Jahre.

Siehe Plattform der Schuldenberatung Schweiz, des Dachverbands der Schuldenberatungsstellen. http://www.schulden.ch/mm/Schuldenberatung_Schweiz_PlattformSBS.pdf  

Arten der Schuldensanierung

  • Ratenzahlungen 100% (Die Schulden werden vollständig zurückbezahlt)
  • Aussergerichtlicher Nachlassvertrag mit umgehend ausbezahlter Ablösesumme und Teilerlass
  • Aussergerichtlicher Nachlassvertrag mit Ratenvergleich (z.B. 36 Raten, dann Teilerlass-Abbuchung der restlichen Schulden)
  • Freiwilliger, oft einmaliger Totalerlass der Schulden bei Steuern, Kirchensteuern, Privatschulden
  • Einvernehmliche gerichtliche Sanierung gemäss SchKG Art. 333 ff. (Verfahren, um Pfändungen zu unterbrechen, um Inkassomassnahmen bei allen Gläubigern gleichzeitig zu stoppen, und dann die Sanierungssumme auszuhandeln)
  • Ordentliches gerichtliches Nachlassverfahren gemäss SchKG Art. 293 ff  
  • Verlustscheinsanierungen von Pfändungs- und/ oder Konkurs-Verlustscheinen
  • Schuldensanierungen mit transparenter Ungleichbehandlung, weil sich die Ungleichbehandlung aufgrund der Art oder Höhe der Schulden oder des Verhandlungsergebnis mit Gläubigern aufdrängt
  • Symbolische langjährige Kleinst-Ratenzahlungen, mit vereinbartem Stopp von Verzugszinsen, um Betreibungen zu verhindern, oder andere Formen langjähriger Schuldensanierungen
  • Schuldensanierung durch das Pfändungsverfahren, falls die Schulden im Verhältnis zum Pfändungsergebnis nicht zu hoch sind.

Download Sanierungsbudget

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